Medien • Bildung • Medienbildung
Als Medienwissenschaftlerin mit Berufserfahrung bei Film, Fernsehen und Printmedien gehört das Thema Medien zu meinen Kernkompetenzen. Als vierfache Mutter mit Einblick und Zugang zu Schule und Hochschule gehört das Thema Bildung zum Alltag. Medienbildung wird im Digitalzeitalter immer notwendiger. Wie gelingt ein sinnvoller, menschengerechter Umgang mit klassischen und neuen Medien?
Gerald Lembke, Professor für digitale Medien an der Hochschule Mannheim und Präsident des Bundesverbands für Medien und Marketing,
informiert bei Context über Risiken und Nebenwirkungen des digitalen Dauerfeuers/In Deutschland schon 5 Millionen pathologisch Medienabhängige.
„Lembke wundert sich über die Europäische Enquete Kommission, die eine flächendeckende Einführung von staatlich subventionierten Tablets in den deutschen Schulen empfiehlt. Er konstatiert, dass auch die deutschen Politiker die Digitalisierung in allen Bereichen vehement vorantreiben. „Lernen ist zuerst einmal ein sozialer Prozess. Es geht um die Vermittlung von Handlungskompetenzen in Theorie und Praxis. YouTube-Videos für die Reparatur des Fahrrads sind sinnvoll, die Vermittlung von Lerninhalten über Notebooks womöglich schon in den Grundschulklassen nicht.“ “
Badische Zeitung, 18.11.2015
Konzentrations- bis Kontrollverlust am Lagerfeuer der digitalen Welt – Offenburg – Badische Zeitung
Ralf Lankau, Professor für Mediengestaltung an der Hochschule Offenburg, über analoges und digitales Gestalten an Schule und Hochschule.
„Ich thematisiere das Nutzungsverhalten digitaler Geräte in meinen Veranstaltungen und fordere Studierende auf, sie während der Veranstaltung auszuschalten, da Aufmerksamkeit und Konzentration Grundlage der Zusammenarbeit sind. Dabei habe ich das gleiche Problem wie Schulen auch. Smartphones und Tablets laufen bei einigen unterm Schreibpult mit. Das Ablenkungspotential ist dabei extrem hoch…
Wichtig ist, die Medien in einem „Werkstattmodus“ zu nutzen und nicht in einem passiven Konsummodus. Bücher bleiben an den Schulen elementar wichtig. Sie ermöglichen ein ganz anderes Lernen und Verinnerlichen von Inhalten – auch wenn dadurch vielleicht der Schulranzen schwerer wird als mit einem Tablet.“
Badische Zeitung, 21.10.2017
„Bücher bleiben an Schulen elementar wichtig“ – Offenburg – Badische Zeitung
Homeschooling während der Lockdowns in Corona-Zeiten.
„Silke Moser, Leiterin der Georg-Monsch-Grundschule, weiß um eine ganze Reihe an Kindern, die durch den Lockdown benachteiligt wurden. In dieser Schulart spielen Elternhaus und der Bildungshintergrund altersbedingt eine noch größere Rolle als in den weiterführenden Schulen. In ihren Elternbriefen bedankte sich Moser immer wieder ausdrücklich für die Unterstützung der Schule von Elternseite…
Manche Kinder wirken über den Bildschirm müde, „die Gesichter wie ausgelöscht“, berichtet Nicole Saier, die anfangs dem digitalen Fernunterricht noch durchaus positiv gegenüberstand. „Fernunterricht mit digitalen Möglichkeiten birgt im geregelten Schulbetrieb sicherlich auch Chancen, aber wenn der direkte Kontakt völlig fehlt, geht im sozialen Miteinander sehr viel verloren“, bedauert sie…
Auch Jugendliche sehen den digitalen Fernunterricht kritisch: „Ich bin tagsüber allein und es ist schon sehr anstrengend, sich stundenlang auf reine Lehrinhalte zu konzentrieren und eine Aufgabe nach der anderen in Mathe zu rechnen, während man im Präsenzunterricht auch einfach einmal zuhören oder eine Banknachbarin fragen kann“, berichtet die Zehntklässlerin Antonia Herzog. Der Kontakt mit den Mitschülerinnen und Schülern läuft überwiegend über die Sozialen Medien, die auch für Austausch in Schulfragen benutzt werden.“
Badische Zeitung, 18.03.2021
Auf der Tagung in Kooperation mit der Gesellschaft für Bildung und Wissen und dem Bündnis für humane Bildung zogen Wissenschaftler verschiedener Hochschulen und Universitäten in Deutschland „Lehren aus der Pandemie“
und setzten sich mit dem Thema „Bildung und Digitalisierung“ auseinander.
„Eine Zunahme von Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten, Leistungsabfall und Versagensängste, ein weiterer Anstieg des Medienkonsums und Gewichtszunahmen bei den Kindern und Jugendlichen: Das nannten etwa die Erziehungswissenschaftlerinnen Christine Bär, Universität Gießen, und Angela Schmidt-Bernhard, Universität Marburg. Die Digitalindustrie, machten Bär und Schmidt-Bernhard deutlich, konnte aus der Notlage der Pandemie große Gewinne erzielen, das Versprechen insbesondere aus Wirtschaftskreisen, dass sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler durch scheinbare Objektivität der Technik profitieren würden, habe sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Sozial schwächer gestellte Kinder und Jugendliche seien in den Zeiten von Schulschließung und Fernunterricht weiter abgehängt worden.“
Pro – Das christliche Medienmagazin, 19.07.2022
Schul-Lockdowns offenbaren Wert von sinnlichen und sozialen Erfahrungen
Digitalisierung und Bildung, Diskussionen um den Umgang mit KI an Schulen, dazu ein sich verschärfender Lehrermangel.
Professor Ralf Lankau hat eine entschieden kritische Meinung dazu.
„Wir brauchen eine pädagogische Wende als Gegengewicht und Korrektur der empirischen Wende der letzten Jahre, die immer kleinteiliger Lernleistungen vermisst, aber nur die wachsenden Defizite dokumentiert. „Nicht alles, was zählt, ist zählbar, und nicht alles, was zählbar ist, zählt“ wird im Netz als Zitat Albert Einstein zugeschrieben, auch wenn es wohl mehrere Quellen und mögliche Autoren gibt. Es geht beim Unterrichten nicht um Statistik, Empirie und Lernkontrolle, sondern um junge Menschen, die lernen müssen und wollen, um ihre eigene Zukunft zu gestalten.“
Badische Zeitung, 16.04.2023
60 Jahre ihres Bestehens feiert Hochschule Offenburg unter dem Motto "Zukunftsmut". Das Thema Künstliche Intelligenz zog sich durch den Festakt.
„Über die Chancen und Risiken von KI diskutieren Professor Janis Keuper von der Hochschule Offenburg, Mitorganisator des URAI-Symposiums, Professor Bart van der Sloot von der Tilburg University in den Niederlanden, Experte für KI und Menschenrechte, Felix Kalkum von Burda Media und Nicole Büttner, Tech-Optimistin und KI-Unternehmerin. Sie sieht das Potential einer digitalen Renaissance und wünscht sich für die Zukunft mehr Investitionen und mehr Mut zu KI im Alltag jedes Menschen. Keuper warnt vor überzogenen Erwartungen, während Rechtsprofessor Bart sich „keine KI in seinem Leben wünscht“ und klare gesetzliche Regelungen fordert.“
Badische Zeitung, 19.11.2024
Geburtstagsfestakt der Hochschule Offenburg im Zeichen von KI – Offenburg – Badische Zeitung
Bei ihrer jüngsten Kinder-Uni hat sich die Hochschule Offenburg wieder einiges einfallen lassen an Experimenten und Mitmachaktionen.
„Das übergreifende Thema: Zukunft dank Wissenschaft. Wie die Natur Hilfestellung leistet bei neuen technischen Lösungen erklärt Professor Jörg Lienhard in der ersten Vorlesung zum Thema Bionik. Einen „Quantensprung in die Zukunft“ verspricht Professor Dan Curticapean für die zweite Hälfte des Nachmittags.“
Badische Zeitung, 26.02.2025
Bionik begeistert junge Entdecker – Offenburg – Badische Zeitung
Roboterhund Portos zeigt was er kann.
